Spontan fallen Victoria Paatz gleich mehrere Gründe für eine Ausbildung im Lausitzer Seenland Klinikum in Hoyerswerda ein: Man bleibe in der Region, Berufsschule und Krankenhaus sind in einer Stadt und sie empfinde das Zusammenwirken von Ärzten und Pflegepersonal als besonders eng. „Und natürlich ist es ein schöner Beruf“, erklärt sie. Sie selbst entschied sich dafür, „weil es schön ist, anderen Menschen zu helfen“.
Für die Azubine im dritten Lehrjahr stehen im Sommer die Abschlussprüfungen an. Als Gymnasiastin in Kamenz absolvierte sie sechs Schülerpraktika, zwei davon im Krankenhaus in Hoyerswerda. Dabei fand sie Interesse an einem Beruf in der Pflege. Ohnehin schätzt sie sich als praktischen Typ ein. Das hat sie darin bestärkt. Auf Ausbildungsmessen wie der Karrierestart in Dresden oder in Kamenz informierte sie sich noch gründlicher.
Spontan fallen Victoria Paatz gleich mehrere Gründe für eine Ausbildung im Lausitzer Seenland Klinikum in Hoyerswerda ein: Man bleibe in der Region, Berufsschule und Krankenhaus sind in einer Stadt und sie empfinde das Zusammenwirken von Ärzten und Pflegepersonal als besonders eng. „Und natürlich ist es ein schöner Beruf“, erklärt sie. Sie selbst entschied sich dafür, „weil es schön ist, anderen Menschen zu helfen“.
Für die Azubine im dritten Lehrjahr stehen im Sommer die Abschlussprüfungen an. Als Gymnasiastin in Kamenz absolvierte sie sechs Schülerpraktika, zwei davon im Krankenhaus in Hoyerswerda. Dabei fand sie Interesse an einem Beruf in der Pflege. Ohnehin schätzt sie sich als praktischen Typ ein. Das hat sie darin bestärkt. Auf Ausbildungsmessen wie der Karrierestart in Dresden oder in Kamenz informierte sie sich noch gründlicher.
In drei Krankenhäusern bewarb sich die Oßlingerin – und bekam von allen eine Zusage. Das Lausitzer Seenland Klinikum habe sie am meisten überzeugt. Womöglich lag es auch ein bisschen an der Angst, ob sie es sich als 16-Jährige allein in Dresden überhaupt zutrauen würde, bekennt sie rückblickend. Anfangs musste sie sich ziemlich umgewöhnen. Lerninhalte würden in der Ausbildung an Fallbeispielen vermittelt. Das sei ganz anders als der klassische Unterricht in der Schule. Der Wechsel von Theorie und Praxis erfolgt in Blöcken von jeweils mehreren Wochen.
In der Geriatrie begann für sie die Praxis. Auf dieser Station werden Patienten über 70 Jahre mit mehreren altersbedingten Krankheiten behandelt, um ihnen so lange wie möglich Selbstständigkeit und Lebensqualität zu erhalten. Gleich in ihren ersten Wochen dort verstarb ein Patient. Noch nie zuvor war Victoria Paatz so direkt mit dem Tod konfrontiert worden. „Darüber reden und es selber sehen, sind zwei verschiedene Dinge“, sagt sie. Trotz der Gespräche, wie man damit umgeht, brauchte sie einige Tage für die Aufarbeitung. Dennoch sei es eine wichtige Erfahrung gewesen. „Man muss lernen, solche Dinge nicht zu nahe an sich heranzulassen, sonst könnte man in dem Beruf auf Dauer nicht bestehen“, erklärt sie.
Die generalistische Ausbildung zu Pflegefachfrau/-fachmann verbindet die drei Berufszweige Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege sowie Gesundheits- und Kinderkrankenpflege. Sie führt die Azubis auch in Arbeitsbereiche außerhalb des Klinikums. Für Victoria Paatz ging es in ein Altenpflegeheim, zu einem ambulanten Pflegedienst und in eine psychiatrische Einrichtung. Das sei schon schwieriger als der Wechsel auf den Stationen innerhalb des Krankenhauses, findet sie. Fast ein Jahr lang war sie nicht im Klinikum. Zurück auf der Palliativstation hatte es dort eine große Veränderung gegeben: die Einführung der digitalen Patientenakte. Die Pflegekräfte hätten schon einigen Vorlauf gehabt, doch mit ihrer Hilfe habe auch sie das gut hingekriegt.
Nach zwei Jahren Ausbildung kann man sich für eine Vertiefung entscheiden. Victoria wählte die Kinderheilkunde (Pädiatrie). Und das klappte auch. Nach Geriatrie, Palliativmedizin, Kinderintensivstation und Urologie arbeitet sie jetzt auf der Kinderstation. Während ihres Einsatzes auf der Kinderintensiv erlebte sie mehrere Geburten mit. „Somit habe ich das Leben kommen und gehen sehen“, meint sie schmunzelnd und sieht das als große Erfahrung. „Für die Elternist es immer traurig, wenn ihr Kind ins Krankenhaus muss“, sagt sie. Sie erzählt von einem Jungen, der schon länger da war. Als er ihr seine Murmelbahn zeigte, wusste sie, dass es ihm besser geht. Es sei schon etwas Besonderes, die Kleinen auf dem Weg zu begleiten, damit sie schnell gesund und wieder nach Hause entlassen werden.
Die generalistische Ausbildung zu Pflegefachfrau/-fachmann verbindet die drei Berufszweige Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege sowie Gesundheits- und Kinderkrankenpflege. Sie führt die Azubis auch in Arbeitsbereiche außerhalb des Klinikums. Für Victoria Paatz ging es in ein Altenpflegeheim, zu einem ambulanten Pflegedienst und in eine psychiatrische Einrichtung. Das sei schon schwieriger als der Wechsel auf den Stationen innerhalb des Krankenhauses, findet sie. Fast ein Jahr lang war sie nicht im Klinikum. Zurück auf der Palliativstation hatte es dort eine große Veränderung gegeben: die Einführung der digitalen Patientenakte. Die Pflegekräfte hätten schon einigen Vorlauf gehabt, doch mit ihrer Hilfe habe auch sie das gut hingekriegt.
Nach zwei Jahren Ausbildung kann man sich für eine Vertiefung entscheiden. Victoria wählte die Kinderheilkunde (Pädiatrie). Und das klappte auch. Nach Geriatrie, Palliativmedizin, Kinderintensivstation und Urologie arbeitet sie jetzt auf der Kinderstation. Während ihres Einsatzes auf der Kinderintensiv erlebte sie mehrere Geburten mit. „Somit habe ich das Leben kommen und gehen sehen“, meint sie schmunzelnd und sieht das als große Erfahrung. „Für die Elternist es immer traurig, wenn ihr Kind ins Krankenhaus muss“, sagt sie. Sie erzählt von einem Jungen, der schon länger da war. Als er ihr seine Murmelbahn zeigte, wusste sie, dass es ihm besser geht. Es sei schon etwas Besonderes, die Kleinen auf dem Weg zu begleiten, damit sie schnell gesund und wieder nach Hause entlassen werden.
Im dritten Lehrjahr darf die inzwischen 18-Jährige vieles selbst erledigen, manches wie das Verabreichen der Medikamente noch unter Aufsicht. Im Vordergrund steht der Patient, aber es brauche auch den Rundblick, wie man sich den Tag organisiert. Viel habe sie auf der Kinderstation von den Praxisanleiterinnen gelernt, aber auch vom ganzen Team oder wenn sie bei Ultraschalluntersuchungen der Oberärztin dabei ist. Bei einer Operation durfte sie ebenfalls zuschauen und sehen, wie das so mit dem Roboter geht. Victoria Paatz ist „sehr gespannt darauf, wie es ist, wenn man ganz alleine die Verantwortung trägt.“
Um mehr Sicherheit im selbstständigen Arbeiten zu gewinnen, durchlaufen die Azubis des Abschlussjahrgangs einen Parcours auf der Schülerstation mit allem, was sie gelernt haben. In 100 Tagen beginnen ihre Prüfungen. Auf ihrem Smartphone hat sie sich eine App eingerichtet, die sie erinnert, was wann zu tun ist. So langsam wird es ernst, meint sie mit einem Blick darauf. Und danach? Für Victoria kommt ein Wechsel woandershin nicht infrage. Sie möchte auch künftig hier auf der Kinderstation arbeiten. Ausgleich findet sie übrigens in einer Tanzschule in Kamenz, im Sommer an der frischen Luft oder wenn sie sich mit Freunden trifft.


Neugierig auf das, was die Stadt bewegt? Das AHOY-Magazin bringt Geschichten aus Hoyerswerda auf den Punkt: lebendig, authentisch und mit Liebe zur Vielfalt. Ob kulturelle Angebote, alltägliche Themen, interessante Persönlichkeiten oder Ideen, die zum Mitmachen einladen – hier wird erzählt, was vor der Haustür passiert.
Neugierig auf das, was die Stadt bewegt? Das AHOY-Magazin bringt Geschichten aus Hoyerswerda auf den Punkt: lebendig, authentisch und mit Liebe zur Vielfalt. Ob kulturelle Angebote, alltägliche Themen, interessante Persönlichkeiten oder Ideen, die zum Mitmachen einladen – hier wird erzählt, was vor der Haustür passiert.